17.06.2021

Historisches Museum Hannover goes digital

Das historische Museum in Hannover steckt neben der Corona-Pandemie zusätzlich in einer aufwendigen Renovierungsphase, was die vorübergehende Schließung des Museums bedeutete. “Durch die temporäre Schließung und Corona war es uns nur noch möglich über unsere Social Media Kanäle Kontakt mit unserer Community zu halten. Wir wollten daher ein Produkt entwickeln, das uns ermöglicht historisches Wissen zu teilen ohne darauf angewiesen zu sein, dass die Besucher zu uns ins Museum kommen. Unsere neue App “Geschichte unterwegs” schafft genau das.”, erklärt Jan Willem Huntebrinker, Leitung Bildung, Kommunikation und Programme.

Die Transformation des Museums von einer traditionellen, analogen Institution zu einem erweiterten Angebot von digitalen Tools wurde von uns fortlaufend unterstützt.

“Wir bauen unsere digitalen Angebote immer stärker aus, sind aber in mancher Hinsicht auch Neulinge in der digitalen Welt. Daher waren wir sehr froh einen Software-Partner wie newcubator an unserer Seite zu haben, der uns bei der Konzeption und technischen Umsetzung der App optimal beraten und unterstützt hat. Gemeinsam haben wir so ein Produkt geschaffen, das auch jetzt in dem frühen Veröffentlichungsstadium äußerst positiven Anklang bei den Nutzer*innen findet.”, sagt Jan Willem Huntebrinker.

Als unsere Mitarbeiterin Sepideh bezüglich eines Praktikums der Universität auf uns zukam, entstand die Idee, ein Praktikumsprojekt möglichst praxisrelevant anzulegen und ein Produkt zu entwickeln, das auch wirklich in die Nutzung übergeht. Daraufhin nahm Jörg Herbst, Managing Partner bei newcubator, den Kontakt zum Historischen Museum Hannover auf. Wie sich herausstellte, hatte das Museum aufgrund der momentanen Situation großes Interesse daran, weitere digitale Angebote zu testen.

Einblicke in den Entwicklungsprozess

Wir erstellen gemeinsam eine Road-Map für das digitale Produkt. Das Museum agiert als Product Owner und bringt seine Vorschläge, Ideen, Wünsche und Gedanken an das Produkt ein. Ebenso hat das Museum kontinuierlich an der Entwicklung teilhaben können. Es wurden wöchentliche Reviews mit unseren Entwicklern und dem Museum durchgeführt, um zu garantieren, dass unsere Arbeit stets auf das Vorhaben und Ziel des Museums einzahlt.

Die Entwicklung der Idee, einer App, die das Museum auf das Handy des Kunden bringt, entstand in gemeinsamer Zusammenarbeit des Museums und newcubators. Dabei kamen der didaktische Input und der historische Kontext vom historischen Museum selbst. Newcubator lieferte die fachliche Kompetenz der visuellen Konzeption und technischen Realisierung des Projektes dazu. In enger Abstimmung wurde von Sepideh zunächst eine erste Version, ein Klick-Dummy entwickelt. Dieser beinhaltete bereits alle visuellen Elemente, allerdings ohne technische Grundlage dahinter. Kontinuierlich wurde hier das Feedback der Mitarbeiter*innen des historischen Museum eingeholt und entsprechend laufend in die Konzeption eingearbeitet.

“Der Klickdummy hat wirklich geholfen sich das Endergebnis vorzustellen. Wir konnten die App so schon in einer sehr frühen Phase ‘anfassen’ und konnten so natürlich viel hochwertigeres Feedback geben.”, erklärt Katharina Walter, die das Bildarchiv des Museums betreut.

Die erste Version wurde dann vor allem in ihrer Usability verstärkt weiterentwickelt und verbessert. In der Entwicklung bedeuteten vor allem die vielen unterschiedlichen Gerätegrößen und -formate eine detaillierte Feinarbeit, um die eingearbeiteten Fotos gut und mit schnellen Ladezeiten anbieten zu können.

Ein Highlight in der App ist die interaktive Straßenkarte, die wir nach den Gestaltungswünschen und dem Corporate Design des Museums umgesetzt haben. Sie verbindet aktuelle Straßenkarten des Openstreetmap Projektes mit dem Wiedererkennungswert des Museums. Die Karte beinhaltet sieben historisch relevante Standorte der Altstadt in Hannover. Aus den Archiven des Historischen Museum kann der Nutzer der App Bilder aufrufen und die jeweilige Entwicklung und Veränderung eines Standortes genau nachvollziehen. Zusätzlich hat das Museum viele interessante Informationen zu den Standorten geliefert, die wir als Informationstext in der App untergebracht haben.

Ausblick in die Zukunft

Die grundlegenden Entwicklungsarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Das Museum hat den Zugriff auf die App erhalten und befindet sich aktuell in einer ersten Testphase mit Freiwilligen. Das Feedback von den Benutzer*innen wird gesammelt und hilft uns, die App vor ihrem offiziellen Release noch weiter zu verbessern. Die interaktive und benutzerfreundliche Bedienung ist eins unserer wichtigsten Ziele in der Entwicklungsarbeit.

“Was uns wirklich begeistert hat, war die Idee, die App in einer Testversion bereits an eine Handvoll echter Museumsbesucher*innen rauszugeben und auf Herz und Nieren testen zu lassen. So hatten wir nicht nur eine erfolgreiche Social Media Marketingkampagne, die wir umsetzen konnten, sondern auch echtes Nutzerfeedback, das wir direkt in die Entwicklung der App einfließen lassen konnten. So können wir für den Launch noch ein paar sehr sinnvolle Anpassungen machen.”, erzählt Jan Willem Huntebrinker.

Dieses Beispiel des historischen Museums zeigt, dass auch in traditionell analogen Branchen und Institutionen die Digitalisierung Einzug hält und das Kerngeschäft eines Unternehmens unterstützen kann. Aus der Schließungssituation hat das Museum das Beste gemacht und kann trotz allen Hindernissen sein Angebot digital erweitern und den Kunden einen direkten Mehrwert bieten. Wir freuen uns sehr, das Historische Museum auf diesem spannenden Weg begleiten zu können.

Durch die “Geschichte unterwegs” App kann den Besuchern der Stadt Hannover trotz temporärer Schließung und Corona ein spannender, historischer Einblick in die Stadt geboten werden.

Haben auch Sie eine Idee für ein digitales Zusatzangebot, das Ihr Geschäft bereichern kann? Dann melden Sie sich gerne bei uns für ein Erstgespräch. Gemeinsam machen wir Ihre Idee digITal real.

Jana Sust

Marketing

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