Der newcubator Hackathon 2020

Jana Sust

Backoffice

16.10.2020

Anfang September haben sich erstmalig alle Kollegen aus Dortmund und Hannover vor Ort getroffen und gemeinsam den Hackathon 2020 veranstaltet. Bevor wir unsere Ideen und Ausarbeitungen vorstellen, wollen wir zuerst die wichtigsten Fragen rund um das Thema Hackathon klären.

Was ist ein Hackathon überhaupt?

Als Hackathon wird ein Event bezeichnet, welches sich zum Ziel setzt, in vorgegebener, eher kurzer Zeit eine Lösung für ein Problem zu entwickeln und zu programmieren. Das Wort "Hackathon" setzt sich dabei aus den beiden Begriffen "Hacking" und "Marathon" zusammen. Auch Begriffe wie "Codefest" oder "Hack Day" sind geläufig. Der erste Hackathon wurde 1999 im Rahmen der JavaOne veranstaltet. Trotz einiger Veränderungen zu damals fokussiert sich ein Hackathon auch heute noch auf innovative Ideen und die gemeinsame Programmierung, Entwicklung und Implementierung in der Praxis. Auch bei uns stand vor allem die Zusammenarbeit und der Austausch der Kollegen aus Dortmund und Hannover im Vordergrund.

Wie lief der Hackathon bei uns ab?

Nachdem die Gruppen sich bunt gemischt gefunden hatten, ging es schnell zum praktischen Teil des Tages über: ein Problem definieren, einen kreativen Lösungsansatz entwickeln und diesen möglichst effizient umsetzen. Nach dem Hackathon selbst durfte jede Gruppe ihre Ergebnisse präsentieren und einen Ausblick auf die weitere Ausgestaltung ihrer Idee geben.

Projekt 1: Birdy, der Birthday-Bot

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Viele neue Kollegen, die das Team erweitert haben, bedeuten auch viele neue Geburtstage, die im Gedächtnis behalten werden müssen. Um dieses Problem fachgerecht anzugehen und bloß keinen Geburtstag zu verpassen, wurde unser Birthday-Bot von einer Gruppe ins Leben gerufen. Liebevoll Birdy getauft, öffnet unser neuer Birthday-Bot zwei Wochen vor einem Geburtstag automatisch einen Slack-Channel und schickt eine Erinnerung an die restlichen Kollegen, sodass alle Zeit haben, sich über eine kleine Geburtstagsüberraschung Gedanken zu machen. Der Birthday-Bot interagiert dabei mit den APIs von Moco und Slack. Die Gruppe arbeitet auch bereits an weiteren Automatisierungen zwischen den beiden Anwendungen.

Projekt 2: Der Field Compass

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Der Field Compass entstand aus der Grundidee, einen dreidimensionalen Kompass zu programmieren, der die Felder eines Landwirtes entsprechend darstellen kann. Dazu wurden vor allem Angular, Spring und Babylon.js genutzt. Schnell wurde der Gruppe jedoch klar, dass Babylon.js in seiner Gesamtheit zu umfangreich ist, sodass die ursprüngliche Grundidee etwas abgeändert wurde. Herausgekommen ist eine Anwendung, die mithilfe des Gyroskops und GPS die genaue Position des Nutzers erkennt, ihn in der dreidimensionalen Umgebung platziert und es ihm so ermöglicht die Felder in der virtuellen Umgebung zu betrachten.

Projekt 3: Felderkennung via Satelliten

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Das dritte Team hat zwei unterschiedliche Wege genutzt, um eine automatisierte Felderkennung über Satellitenbilder zu realisieren. Ziel war eine vereinfachte Handhabung einer Feldeinzeichnung, die so nicht mehr manuell durch den Landwirt, sondern automatisch durch das Programm erfolgt.

Die erste Variante fußt auf einem regionbased Algorithmus. Hier wurde zuerst das Satellitenbild in Graustufen umgewandelt und anschließend ein Startpunkt ausgewählt, von dem aus rekursiv alle Pixel betrachtet werden. Dieser Ansatz ist sehr genau, allerdings auch mit einem hohen Rechenaufwand verbunden. Das Ergebnis dieser Gruppe ist ein funktionierender Prototyp.

Eine weitere Felderkennung sollte anhand eines Canny-Edge-Algorithmus realisiert werden. Dieser analysiert die Satellitenbilder direkt, was ihn allerdings stark von der Qualität dieser abhängig macht. So wurden anfänglich auch Fahrspuren auf den Bildern als Feldkante erkannt. Dies lässt sich mit einer entsprechenden automatisierten Bearbeitung der Bilder beheben. Allerdings traten so auch lückenhafte Kanten auf. Die weitere Verbesserung dieses Ansatzes steht daher noch aus.

Das Fazit der Gruppen zum diesjährigen Newcubator-Hackathon fällt durchweg positiv aus. Es hat allen viel Spaß bereitet, die nicht mehr ganz so neuen Kollegen auch mal persönlich kennenzulernen und gemeinsam in der Gruppe ein Projekt zu entwickeln, daran zu arbeiten und es auch in Zukunft weiter fortzuführen. Wir freuen uns jetzt schon auf den Hackathon 2021!

Die Belohnung für die gelungenen Projekte stand am kommenden Tag an. In einem angemieteten Haus im Wald wurde gemütlich zusammengesessen, gegrillt, gequatscht und gelacht. Der Abend klang in einer Runde ums Lagerfeuer aus.