Bei der Auswahl einer passenden Software stehen Unternehmen oft vor einer entscheidenden Frage: Webanwendung oder Desktop-Anwendung? Diese Wahl fällt nicht immer leicht, kann sie doch erhebliche Auswirkungen auf die Benutzerfreundlichkeit, Leistungsumfang und Wartungsmöglichkeiten der Softwarelösung haben. In diesem Artikel erläutern wir die beiden Arten von Anwendungen und ihre wesentlichen Unterschiede.

Was sind Webanwendungen?

Webanwendungen sind Softwareanwendung, die über einen Webbrowser zugänglich sind. Sie erfordern keine Installation auf einem lokalen Gerät und ermöglichen eine plattformunabhängige Nutzung. Beispiele für Web-Apps sind soziale Medien wie Instagram und YouTube, E-Mail-Clients wie Google Mail und gängige Projektmanagement-Tools.

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Was sind Desktop-Anwendungen?

Im Gegensatz zu Web-Apps sind Desktop-Anwendungen eigenständige Programme, die auf dem lokalen Rechner installiert und ausgeführt werden. Sie bieten im Regelfall eine höhere Leistungsfähigkeit und vereinfachte Offline-Nutzung. Bekannte Desktop-Anwendungen sind das klassische Microsoft Office Word und Programme aus der Adobe Cloud wie Adobe Photoshop.

Vorteile Webanwendungen

  • Plattformunabhängigkeit

    Webanwendungen sind plattformübergreifend nutzbar und hängen nicht von bestimmten Betriebssystemen oder Hardware-Spezifikationen ab. Lediglich eine Internetverbindung wird für den Zugriff auf die Web-App benötigt.

  • Automatische Updates

    Webanwendungen müssen nicht von Nutzern geupdated werden. Die regelmäßigen Softwareaktualisierungen werden auf zentralen Servern ausgeführt. So wird eine potentielle negative Nutzererfahrung durch vergessene Updates vermieden.

  • Ressourcenschonend

    Web-Apps erfordern zur reibungslosen Verwendung weniger leistungsstarke Geräte, da ihre Funktionen über den Web-Browser ausgeführt werden. Solange ein kompatibler Browser verwendet wird, läuft die App.

  • Keine Installation

    Webanwendungen müssen nicht auf dem Endgerät installiert werden. Jedes internetfähige Gerät mit einem kompatiblen Browser kann auf eine Web-App zugreifen. Da Webanwendungen nicht installiert werden, belegen sie keinen Speicherplatz auf der Festplatte des Geräts.

Vorteile Desktop-Anwendungen

  • Verbesserte Leistung

    Bei korrekter Installation integriert sich eine Desktop-Anwendung nahtlos in das Betriebssystem. Der Zugriff auf interne Hardware-Ressourcen kann einen besseren Leistungsumfang bieten, als es einem Browser mit seinen Einschränkungen möglich ist.

  • Stärkere Sicherheitskontrolle

    Da eine Desktop-Anwendung auf dem Endgerät installiert ist, können private Daten lokal gespeichert werden. So sind Desktop-Anwendungen im Vergleich zu Webanwendungen besser von Cyberangriffen geschützt. Das heißt aber nicht, dass Desktop-Anwendungen immun gegen Angriffe sind. Nutzer müssen dennoch übliche Sicherheitsmaßnahmen wie 2FA ergreifen, um ihre Geräte und Daten zu sichern.

  • Offline Funktionen

    Desktop-Anwendungen benötigen häufig keine dauerhafte Internetverbindung. So können Benutzer die Anwendung unabhängig von ihrem Standort einsetzen, insbesondere wenn kein dauerhafter Internetzugang gewährleistet werden kann. Allerdings: Einige Desktop-Apps stellen bestimmte Funktionen nur mit Internetzugang zur Verfügung, genauso gibt es Web-Apps mit Offline-Fähigkeit.

Die Entscheidung

Ob Sie sich in Ihrem Unternehmen für eine Webanwendung oder eine Desktop-Anwendung entscheiden, sollte von den Einsatzzielen und Ihren Anforderungen an die Software abhängen.

Wenn plattformübergreifende Kompatibilität und einfache Bereitstellung wichtig sind, kann eine Web-App die richtige Wahl sein. Für Aufgaben, die hohe Leistungsfähigkeit und 100% Offline-Funktionalität erfordern, ist eine Desktop-Anwendung zu empfehlen.

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Hybride Lösung

Sie können sich nicht zwischen Webanwendung und Desktop-Anwendung entscheiden, sondern möchten das Beste aus beiden Welten kombinieren? Dann ist für Sie eine hybride Lösung genau das Richtige. Sie profitieren von der Nutzung vieler Vorteile beider Varianten und können beispielsweise die Plattformunabhängigkeit einer Web-App mit der Leistung und Offline-Funktionen einer Desktop-Anwendung verbinden.

Fazit und Empfehlung

Die Entscheidung zwischen Webanwendung und Desktop-Anwendung ist nicht einfach und hängt von vielen Faktoren und Ihren individuellen Anforderungen ab. Eine sorgfältige Abwägung der Vor- und Nachteile beider Ansätze ist ebenso wichtig wie die Betrachtung fachlicher Anforderungen, dem organisatorischen und finanziellen Rahmen sowie Ihrer zukünftigen Unternehmensentwicklung.

Wir helfen Ihnen gerne dabei, die auf Ihre Bedürfnisse passgenau abgestimmte Software-Lösung zu finden und zu entwickeln.

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Joerg Herbst