Kerstin, Henrike | 21.11.2023

GIRLS Hacker School: Unser erster Workshop

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Ein Wochenende voller Code und Inspiration

"WE INSPIRE" ist das Motto der GIRLS Hacker School und unter dem Format durften wir von newcubator eine kleine Gruppe interessierter Mädchen und Frauen zu einem Workshop einladen. An einem Wochenende haben wir uns je Tag fünf Stunden lang mit HTML, CSS, JavaScript und unseren individuellen Interessen beschäftigt. Benötigte Vorkenntnisse? Keine.

Die Mission der Hacker School

Die Hacker School hat es sich zur Mission gemacht, Interesse am Programmieren zu wecken, Karriereperspektiven in der IT-Branche aufzuzeigen und ganz einfach die erste Hemmschwelle zu nehmen. Frauen sind in der Branche unterrepräsentiert. Laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom liegt der aktuelle Frauenanteil in der IT- & Telekommunikationsbranche nur bei 15 %. Etwas Hoffnung auf Veränderung geben die Ergebnisse des statistischen Bundesamts: Der Frauenanteil bei den Studienanfänger:innen eines MINT-Fachs hat 2021 mit rund 34,5 % einen Höchststand erreicht (zugegeben, konkret im IT-Bereich sind es "nur" 21,8 %). Gehen wir allerdings noch einen Ausbildungsweg zurück in die Schule, sieht es wieder anders aus: Der Mädchenanteil im Informatikleistungskurs lag laut Kultusministerkonferenz 2020/2021 bei nur 15,7%.


Warum sollte man sein Wochenende mit zehn Stunden verplanen, um an einem Hacker School Workshop teilzunehmen?

Natürlich war das Ziel unseres Workshops nicht zu missionieren, dass die Teilnehmerinnen unbedingt in die IT-Branche kommen sollten. Allerdings bieten die Statistikergebnisse Anlass zur Vermutung, dass es vielleicht nicht am bewussten Desinteresse liegt, sondern eventuell an fehlenden Schnittstellen oder weniger optimalen Angeboten. Daher ist es im Workshop-Format wichtig, durch ausschließlich Teilnehmerinnen einen geschützten Raum zu geben und Frauen komplett das Wort zu überlassen (außer Jonathan, der auf Anfrage alle fachlichen Unklarheiten aus der Gruppe geklärt hat :D ). In unserem Workshop konnten die Teilnehmerinnen Basiswissen mitnehmen und ganz offen Fragen stellen - egal, wie naiv die Frage einem selbst zuerst vorkommen mag, hier durfte und sollte man sich trauen, sie zu stellen. Das Ergebnis? Laut Teilnehmerinnen so einige Aha-Momente, Lust am Ausprobieren und der Frust, wenn der Code auch mal nicht so gewollt hat, wie man selbst. Denn es wurde sehr viel ausprobiert! Im Workshop fing jede Etappe zwar mit etwas Theorie an, jedoch hatte jede Teilnehmerin einen Laptop vor sich und hatte die Gelegenheit, das Vorgestellte sofort selbst auszuprobieren. Für einige Teilnehmerinnen war der Workshop ein weiterer Erfahrungswert vor dem angestrebten Informatikstudium, für andere eine Fortbildung, um Arbeitskollegen und -kolleginnen besser zu verstehen oder einfach, um sein Allgemeinwissen auszubauen. Die Nutzung von Software ist für die meisten Teil des Alltags und ein Grundverständnis, wie eine Software aufgebaut sein kann, schadet bestimmt nicht.


Warum sollte man sein Wochenende verplanen, um so einen Workshop anzubieten?

Ganz klischeehaft: Wenn man eine Veränderung in der Branche sehen möchte, muss man proaktiv etwas dazu beisteuern. Jonathan und ich waren froh, eine kleine Gruppe dabei unterstützen zu können, ihre Kenntnisse in der Webentwicklung auszubauen. Wir konnten zeigen, dass man selbst in wenigen Stunden eine eigene Webseite erstellen kann. Wir konnten Wissen weitergeben und haben das Fachwissen vorher hinterfragt: Welche Umsetzungsmöglichkeiten gibt es für das Ergebnis X? Welche Variante ist anfängerfreundlich? Welche Implementierung ist hinreichend, welche wäre ein Overhead (für den Workshop)? Wir haben versucht, Fachwissen aufeinander aufbauend und kompakt aufzubereiten und haben gelernt, wie viele Themen in welcher Zeit Sinn machen und was einfach zu sportlich war. Weiterhin war es schwierig, wie man exploratives Programmieren beim Workshop ermutigt, gleichzeitig aber das Risiko hat, bei zu vielen individuellen Problemen zu unterstützen. Da waren wir froh, dass es nur eine kleine Gruppe war!

Letztlich war es sehr spannend, die Basics aus der Webentwicklung auszupacken und die Zusammenhänge und Funktionsweisen mit engagierten Mädchen und Frauen aus einem neuen Blickwinkel zu hinterfragen.

Kerstin Paduch
Kerstin (Softwareentwicklerin)

... ist eine leidenschaftliche Frontendentwicklerin in Dortmund. Ihre Hauptwerkzeuge sind TypeScript, Angular, und Figma. Sie baut im Nu zauberhafte Mockups und setzt diese effizient um. Nutzerzentrie... mehr anzeigen

Henrike (Corporate Marketing)

... ist Mitarbeiterin im Vertrieb und unterstützt bei allen Aufgaben zur Erreichung unserer Vertriebsziele. Hauptsächlich beschäftigt sie sich mit der Akquisition neuer Kunden und der Pflege der berei... mehr anzeigen

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