Ein UI/UX Designer entwirft eine App
Dennis | 03.01.2025

Agile App-Entwicklung in vier Phasen

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Eine App zu entwickeln, kann auf den ersten Blick wie ein riesiges Unterfangen wirken. Wo sollen Sie anfangen, wie verläuft die Entwicklung und wie behalten Sie den Überblick? Die Antwort liegt in einem strukturierten Ansatz: Die erfolgreiche Entwicklung Ihrer individuellen App erfolgt in vier definierten Phasen – Anforderungsdefinition, Planung, Entwicklung und Projektabschluss.

Was in diesen vier Phasen geschieht und worauf es in jeder Phase ankommt, stellen wir in diesem Artikel vor. So stellen Sie sicher, dass Ihre App termingerecht und genau nach Ihren Vorstellungen entsteht. Mit einem Plan und transparenter Zusammenarbeit bringen Sie Ihre Vision auf den Punkt. Lassen Sie uns gemeinsam den Weg zu Ihrer erfolgreichen App gehen – Phase für Phase!


Phase 01 der App-Entwicklung: Der Anforderungsworkshop

Jedes erfolgreiche Projekt beginnt mit einer klaren Vision, und das ist das Ziel der ersten Phase: Im Anforderungsworkshop schaffen Sie und Ihr Dienstleister gemeinsam die Basis für Ihre App-Entwicklung. Hier lernen sich alle am Projekt beteiligten Produktverantwortlichen und Entwickler kennen und legen den Grundstein des Entwicklungsprojekts. Zuallererst wird die angesprochene Produktvision definiert – so, dass alle Beteiligten am Ende genau wissen, worauf es bei der App ankommt. Was genau soll die Software können, und wie wird sie am besten umgesetzt?

Simon und einige Kolleg:innen stehen vor dem Whiteboard.
Im Anforderungsworkshop lernen sich alle Beteiligten kennen und legen den Grundstein für den Projekterfolg.

Dafür beantworten Sie zentrale Fragen: Wer wird die App nutzen – Ihre Mitarbeiter oder externe Kunden? Wie groß ist das Zielpublikum, das Sie erreichen möchten? Soll die App Ihre Dienstleistungen oder Produkte ergänzen oder vielleicht sogar direkt Einnahmen generieren? Auch die Ziele der App stehen im Fokus: Möchten Sie Ihre Marke stärken, Prozesse optimieren oder ein neues Produkt etablieren? Zusätzlich klären Sie, wann die Entwicklung abgeschlossen sein soll. Gibt es einen festen Veröffentlichungstermin, vielleicht in Verbindung mit einer großangelegten Marketingkampagne?

Nur eine visuell ansprechende App mit intuitiver Nutzerführung kann sich auf dem App-Markt abheben. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Design: Liegt bereits ein Konzept für das UI (User Interface) und die Nutzerführung vor, oder soll der Dienstleister ein maßgeschneidertes Design entwerfen? 

Ebenfalls wird in der Anforderungsphase die technische Grundlage für die App besprochen. Sofern noch keine technische Basis besteht, berät Ihr Dienstleister Sie umfassend. Gemeinsam entscheiden Sie, ob die App nativ für Android und iOS, als Hybrid-App oder als Web-App beziehungsweise Progressive Web-App (PWA) umgesetzt wird. Jede dieser Technologien hat ihre Vor- und Nachteile, und die richtige Wahl hängt von Ihren individuellen Anforderungen ab.

Der Anforderungsworkshop ist mehr als nur ein Gespräch – er ist der Startschuss für ein gut durchdachtes, erfolgreiches Projekt. Mit einer klaren Vision, einem definierten Rahmen und den richtigen technischen Entscheidungen legen Sie den Grundstein für Ihre App und sichern den Weg zum Erfolg.


Phase 02 der App-Entwicklung: Die Planung und Priorisierung

Das Motto der zweiten Projektphase ist „Ordnung“. Jetzt wird geplant und priorisiert, damit alle Beteiligten wissen, was auf sie zukommt und wie das Entwicklungsziel erreicht wird. 


Zwei Projekt-Entscheider planen eine App mit Hilfe von Skizzen.
Bei der Planung werden User Storys ausformuliert, Details mit den Stakeholdern besprochen und Anforderungen priorisiert.

Zuerst klären Sie gemeinsam mit Ihrem Dienstleister die wichtigsten organisatorischen Fragen: Wie viel Budget steht zur Verfügung? Wie groß sollte das Team sein, um die Anforderungen in der gegebenen Zeit mit dem festgelegten Budget umzusetzen? Falls es keinen festen Termin gibt, wie lange wird die Entwicklung mit dem geplanten Team dauern? Die Beantwortung dieser Fragen ist essenziell, damit das Projekt reibungslos läuft und Sie während der Entwicklung keine bösen Überraschungen erleben.

Damit die Zusammenarbeit klappt, legen Sie außerdem die Kommunikationswege fest. Ob regelmäßige Meetings, Chat-Tools oder eine Plattform für die Anlieferung von Daten – es wird alles geregelt, damit Informationen schnell und unkompliziert fließen können. Gleichzeitig klären Sie, ob für einige Aufgaben der Entwicklung zusätzliche Experten eingebunden werden müssen, zum Beispiel für ein besonders schickes UI-Design oder eine Marketingkampagne, die Ihre App gleich zur Veröffentlichung richtig in Szene setzen soll.

Wie werden die Anforderungen an die App festgehalten?

Die gesammelten Anforderungen an die App werden dann geordnet in sogenannten „User Storys“ (manchmal auch einfach als „Tickets“ bezeichnet) ausformuliert. Das ist ganz einfach: User Storys beschreiben aus der Sicht der Nutzer, wie sich die App in allen relevanten Nutzungsszenarios verhalten soll und in welcher Reihenfolge etwas passiert. Dazu werden die Akzeptanzkriterien der einzelnen Schritte festgehalten.




Exkurs: User Story „Außendienstmitarbeiter navigiert zum Kunden“

In folgendem Beispiel zeigen wir Ihnen, wie eine User-Story zur Navigation mithilfe einer Unternehmens-App aussehen könnte.

Szenario: 

Ein Außendienstmitarbeiter möchte die Navigationsfunktion der Unternehmens-App nutzen, um zum Kunden zu fahren.

Akzeptanzkriterien:

  1. Kundendaten einsehen: Der Mitarbeiter wählt in der App den Zielkunden in der Kontaktliste aus.


  2. Navigationsübersicht: Der Mitarbeiter sieht auf der Kundenübersichtsseite eine Schaltfläche „Navigation“. Nach dem Klick auf die Schaltfläche öffnet sich die Navigationsfunktion der Unternehmens-App. Der Kunde ist auf der Karte als Ziel markiert.


  3. Navigation starten: Der Mitarbeiter sieht auf der Karte eine Schaltfläche „Navigation starten“. Durch Klick wird die Routenführung gestartet und der Standort des Mitarbeitenden auf der Karte in Echtzeit aktualisiert. Parallel läuft die Erfassung der Anfahrtszeit.


Technische Details:

Die angezeigten Zielkunden sind abhängig von der Verwaltungsgruppenzugehörigkeit des Mitarbeiters. Jeder Mitarbeiter hat nur Zugriff auf die für seine Aufträge relevanten Kundendaten.

Vorteil für den Nutzer:

Außendienstmitarbeiter können schnell und bequem innerhalb der App zum Kundenstandort navigieren, ohne Adressen manuell einzugeben. Das minimiert Fehler und schützt die Daten von Kunden und Mitarbeitern vor Zugriff durch Drittanbieter wie Google Maps o.ä..



User Storys sind ein wichtiges Element der Projektplanung. Diese „Geschichten" machen die Anforderungen für Entwickler, Entscheider und Stakeholder verständlich. Außerdem helfen sie beim Setzen von Prioritäten, damit zuerst das umgesetzt wird, was wirklich wichtig ist.

Den Abschluss der dritten Entwicklungsphase bildet das Kick-Off-Meeting. Denn jetzt ist alles geplant, und das Team kann endlich loslegen. Mit diesem strukturierten Start sorgen Sie dafür, dass die Entwicklung nicht nur effizient, sondern auch zielgerichtet abläuft – der perfekte Auftakt für Ihre App!


Phase 03 der App-Entwicklung: Die (agile) Softwareentwicklung

In der dritten Phase beginnt die eigentliche App-Entwicklung. Diese Phase ist die längste. Ob die Entwicklung agil oder nach anderen Methoden wie dem Wasserfall-Modell stattfindet, spielt für die Erklärung der Entwicklungsphase erst mal keine Rolle – Details klären Sie letztlich mit Ihrem Dienstleister. Wir haben die beste Erfahrung mit agilen Methoden gemacht und gehen deshalb näher darauf ein. Dank der agilen Methode geschieht die Entwicklung nicht in einem einzigen großen Wurf, sondern überschaubar Schritt für Schritt in sogenannten „Sprints“, in denen direkt funktionstüchtige „Increments“ entstehen. Kontaktieren Sie uns, um Ihre eigene App agil zu entwickeln.

Tim und Simon arbeiten am Computer
Transparente Zusammenarbeit ist unabdingbar für die Entwicklung jeder Software.

Was genau sind Sprints und Increments?

Sprints sind kurze Entwicklungszyklen von in der Regel zwei Wochen, in denen das Team immer an dem nächsten, zu Beginn des Sprints definierten Ziel arbeitet. Am Ende jedes Sprints gibt es ein Increment – eine kleine, aber voll funktionsfähige Erweiterung Ihrer App. Dieses Vorgehen hat viele Vorteile: Sie können die Fortschritte live auf Ihrem Handy sehen, das Ergebnis direkt testen und sicherstellen, dass die Entwicklung wirklich in die richtige Richtung der Erfüllung Ihrer Vision geht. Das iterative Arbeiten sorgt dafür, dass mögliche Probleme früh erkannt und direkt gelöst werden können.

Wann wird meine App getestet?

Ein weiterer Kernpunkt ist das durchgehende Testing auf verschiedenen Ebenen. Bereits während der Entwicklung führen die Softwareentwickler automatisierte Unit-, Integrationstests und End-to-End Tests durch. Manuelles Testing auf Seite des Dienstleisters und Ihnen als Auftraggeber rundet die Software ab und macht sie „wasserdicht“. Zu Ende jedes Sprints werden die neuen Funktionen noch einmal auf Herz und Nieren überprüft, Fehler behoben und die App so Stück für Stück nachhaltig verbessert. Ihre App wächst kontinuierlich, bleibt auch von Anfang an stabil und benutzerfreundlich, und jede Funktion ist überschaubar.

Wie kommuniziere ich mit dem App-Dienstleister?

Gute Dienstleister entwickeln nicht im stillen Kämmerlein, sondern legen einen großen Wert auf ständige, transparente und offene Kommunikation mit Ihnen als Kunden. Während der Entwicklung finden so täglich ein kurzes Meeting von ca. 15 Minuten zwischen den Entwicklern und der Projektleitung statt, um den Fortschritt zu besprechen und mögliche Hindernisse schnell aus dem Weg zu räumen – das sogenannte „Daily-Stand-up“, oft nur als „Daily“ bezeichnet. Dadurch bleiben alle auf dem gleichen Stand und die Entwicklung wird durch partnerschaftliche Zusammenarbeit beschleunigt. Als Kunde haben Sie auch außerhalb vom Testen der Increments jederzeit Zugriff auf den aktuellen Entwicklungsstand und können die neuste Version Ihrer App selbst ausprobieren und Änderungen direkt anmerken.

Habe ich einen Überblick über den Projektfortschritt?

Ein weiterer Vorteil von der agilen Entwicklung: Das Budget und der Projektfortschritt werden täglich aktualisiert. Sie wissen genau, wie viel schon geschafft ist und welche Kosten noch auf Sie zukommen. Das gibt Ihnen ein gutes Gefühl und absolute Transparenz während der gesamten Entwicklung.

Kurz gesagt: In der dritten Phase der App-Entwicklung wird Ihre Idee zur Realität. Dank agiler Methoden sind Sie mittendrin, statt nur zuzuschauen.


Phase 04 der App-Entwicklung: Der Projektabschluss

In der vierten und letzten Phase steht der krönende Abschluss Ihres Projekts an: Die App wird auf den geplanten Plattformen veröffentlicht (native Apps zum Beispiel im App Store und auf Google Play). Der Moment, in dem Ihre App endlich veröffentlicht und verfügbar ist, ist ein großer Meilenstein, auf den das ganze Team hingearbeitet hat. Mit der Veröffentlichung ist das Projekt aber nicht zu Ende; Sie klären die wichtigen Fragen zur Zukunft Ihrer App, damit diese langfristig ein Erfolg bleibt.


Kollegen arbeiten gut zusammen
Nach langer Entwicklung ist die App endlich veröffentlicht - und Sie können sich direkt über neue Nutzer freuen.

Bekomme ich eine Dokumentation?

Zunächst erfolgt die Übergabe der Software und der Dokumentation. Die Software-Dokumentation ist eine detaillierte Beschreibung Ihrer App, die alle wichtigen Informationen enthält: von der technischen Architektur über den Code bis zu Bedienungshinweisen. Mit dieser Dokumentation haben Sie eine Art Nachschlagewerk, das Ihnen hilft, die App zu verstehen, Probleme schneller zu lösen und zukünftige Anpassungen effizient umzusetzen – unabhängig davon, ob Sie das intern oder mit Ihrem Dienstleister tun.

Wie läuft das mit der Schulung von meinen Mitarbeitern?

Gleichzeitig werden in der Abschlussphase Mitarbeiter bei Ihnen im Unternehmen geschult. Das können diejenigen sein, die die App später selbst nutzen, oder die Mitarbeiter, die für die Betreuung und Pflege der Inhalte verantwortlich sind. Durch die Schulung stellen Sie sicher, dass alle mit der neuen Software vertraut sind und sie effektiv einsetzen können.

Wer wartet die App?

Zuletzt wird die Frage der Wartung und Aktualisierung besprochen. Wer wird dafür verantwortlich sein, dass die Software auch in Zukunft einwandfrei läuft? Bleibt der Entwicklungsdienstleister an Bord oder übernimmt Ihre interne IT-Abteilung die Pflege? Hier ist eine klare Absprache wichtig, damit die App langfristig sicher, stabil und auf dem neuesten Stand bleibt.

Mit der vierten Phase endet die Entwicklung Ihrer App – und sie beginnt gleichzeitig zu leben. Sie wird von Ihren Nutzern entdeckt, weiterentwickelt und bleibt ein wichtiger Bestandteil Ihres Unternehmens. Ein gelungener Abschluss für ein erfolgreiches Projekt!


Zusammenfassung: Die vier Phasen der App-Entwicklung

Wir haben die vier Phasen der App-Entwicklung noch einmal als Grafik zusammengefasst. Speichern Sie sich diese gerne, um später noch einmal darauf zuzugreifen – oder kontaktieren Sie uns direkt für Ihr App-Angebot.

Inhalt
  • Phase 1 der App-Entwicklung: Der Anforderungsworkshop
  • Phase 2 der App-Entwicklung: Die Planung und Priorisierung
  • Phase 3 der App-Entwicklung: Die (agile) Softwareentwicklung
  • Phase 4 der App-Entwicklung: Der Projektabschluss
  • Zusammenfassung mit Bonus-Grafik
Dennis Hundertmark
Dennis (Softwareentwickler)

Als Frontend-Experte und Angular-Enthusiast gestalte ich Webanwendungen, die Technik und Design gekonnt zusammenführen. Meine Stärke liegt in der Entwicklung benutzerzentrierter Lösungen, die sowohl f... mehr anzeigen

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